Kurz und Knackig!
So könnte man unseren Einsatz in Düsseldorf beschreiben!
Mara, 7 Jahre, super freundlich, ein aufgeschlossener Terrier-Mix, war am Montag, den 20. Mai mit dem Junior der Familie auf einem Nachbar-Grundstück zum Spielen verabredet.
Da Mara ungestüm mit ihrem Hundekumpel spielte, ließ der Junior irgendwann die Leine fallen. Die Bengel und die Hunde hatten Spaß – grds. kein Thema. Doch auf einmal war Mara verschwunden.

Frauchen und Freunde suchten immer wieder die Umgebung ab. Ohne Erfolg! Von Mara keine Sichtung und keine Spur! Alle hofften, dass Mara alleine den Weg nach Hause finden würde, denn das Grundstück war nicht wirklich weit entfernt.
Dann wurden wir hinzugezogen und rückten am 22.5. aus:
Eigentlich sollte man es Gelände nennen, denn das Grundstück ist riesengroß und teilweise schwer verwildert. Große Teile bestanden aus Ilex-Hecken, Brombeeren und Efeu inklusive einer zugewachsenen alten Hütte.
Hinter dem Grundstück folgten Raps- und Getreidefelder, Bach und mehr.
Die Flächen sind ein Himmel für jeden jagdlich interessierten Hund. Und Mara ist seeehr jagdlich ambitioniert.
Doch was des einen Segen ist, ist des anderen Fluch. So auch für uns Suchhundeführer
Das Grundstück war nicht durchgehend eingezäunt und so war es auch möglich, dass Mara die Gunst der Stunde und die Lücke im Zaun genutzt hatte. Allerdings hätte sie auf dem Weg zu dieser Lücke ordentlich Dickicht überwinden müssen.
Wir waren ein wenig skeptisch, ob es ein Hund mit 40 cm Schulterhöhe und einer Leine überhaupt bis dorthin geschafft hätte. Andersrum war einem jagdlich ambitionierten Terrier alles zuzutrauen.

Cristina und ich gingen mit Frauchen auf das Gelände und machten uns ein erstes Bild und überlegten wo wir ansetzen wollen. Wir machten Pearly startklar und los ging´s:
Unsere Suchhündin marschierte zielstrebig los, markierte mehrfach zur Hütte und versuchte diese einzukreisen. Auf dem Weg kamen wir auch an der Lücke im Zaun vorbei, allerdings war diese für Pearly gänzlich uninteressant. Wir konnten so schon mal ausschließen, dass Mara durch diese entflohen war. Immer wieder versuchte sich unsere Fellnase einen Weg durch das umliegende Brombeer-Dickicht zu bahnen. Leider erfolglos! Cristina holte ihre Hündin aus dem Dickicht und setzte sie an freierer Fläche erneut an:
Wieder war die Hütte das Ziel von Pearly, allerdings dieses Mal von der anderen Seite. Wir wühlten uns durch das Efeu an der Hütte und sahen eine schmale Tür, die am Boden nur einen kleinen Spalt offen war. Als wir diese etwas von ihrer Überwucherung befreit hatten, konnten wir die Tür unter ordentlicher Anstrengung einen Spalt öffnen. Wir glaubten unseren Augen kaum, denn darin saß Mara und blickte uns direkt an. Schnell schlossen wir die Tür wieder, denn wir wussten nicht, wie die entlaufene Hündin reagieren würden.

Pearly legten wir in sicherem Abstand ab und instruierten die völlig fassungslose Besitzerin, wie wir gemeinsam weiter vorgehen. Vorsichtig öffnete sie die Tür, die wir absicherten und krabbelte in die Hütte. Mara hatte sich dort mit ihrer Leine ordentlich an verrosteten Gartengeräten verheddert. Wir legten Mara sofort ein Geschirr um und sicherten sie mit zwei Leinen. Sie war ziemlich durch den Wind, aber sonst unversehrt. Endlich konnten wir Mara zusammen mit ihrem überglücklichen Frauchen nach Hause bringen.
Dort angekommen wurde Mara langsam klar, dass sie wirklich zuhause war. Als sie das realisiert hatte, knutschte sie alles ab, was ihr vor die Schnute kam.

Wir hatten schon vor dem Einsatz darauf hingewiesen, dass Hunde in Entlauf-Situationen für den Besitzer unbekanntes Verhalten zeigen konnten. Frauchen war erstaunt, dass Mara nicht einen Laut von sich gegeben hatte, obwohl sie und Freunde mit Kumpel-Hunden mehrfach keine vier Meter entfernt an ihr vorbeigegangen waren. Die zugewachsene Hütte hatte aber keiner auf dem Schirm gehabt.

Ja, dieser Einsatz war kurz und knackig! Die Suche dauerte ein Bruchteil der Zeit, die ich, Maria, brauchte, um diesen Bericht zu verfassen

Wir sind sehr happy über den schnellen und glücklichen Ausgang und sehr stolz auf Pearly, die wieder einen richtig guten Job gemacht hat!
Wir freuen uns sehr mit Mara und ihrer Familie und danken für das Vertrauen, dass sie in uns und unsere Hunde gesetzt haben!

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