Wenn die HAST vom Verein 4animals! e.V. in Essen ruft, ist es absolute Ehrensache, dass wir helfen!

Als ein rücksichtsloser Radfahrer beim Spaziergang über die Leine von Cosita fuhr, hatte sich die Hündin erschreckt und richtig aufgebäumt, so dass ihr Pflegefrauchen die Leine nur noch fallen lassen konnte. 😢
Wir machten uns direkt zum Helfen auf den Weg: Es war spät, dunkel und kalt und noch dazu gab es nur einen stark kontaminierten Geruchsartikel. Feline und Milka mussten zwei Hunde und Frauchen am Start ausschließen.

Wir starteten mit Feline am Entlaufort. Nachdem sie die Futterstelle am Entlaufort gecheckt hatte, gings los in Richtung HAST. Doch weit kamen wir nicht. Bereits nach 70m signalisierte Feline das Ende des Trails und den Fund. Wir befanden uns am Rande eines Abhangs, an dem es fast 15 Meter steil bergab ging. Natürlich komplett mit Brombeeren bewachsen – wie konnte es anders sein – und Feline war von dort nicht mehr weg zu bewegen. Wir versuchten mit Scheinwerfer und Taschenlampe so gut es ging alles auszuleuchten, aber außer dichtem Gestrüpp sahen wir nichts. Auch das Rufen nach Cositas von ihrem Frauchen brachte keine neue Erkenntnis und so entschieden wir uns, Milka anzusetzen.
Der ein oder andere wird sich vielleicht fragen: Warum?
Nun, das Suchgebiet war wirklich nichts für Anfänger: Drei parallele Wege dicht nebeneinander in gleicher Höhe, zwei davon getrennt durch ein 15 Meter tiefes Tal, voll bewachsen mit Brombeeren.
Da Milka eine andere Arbeitsweise hat, sehr pingelig und genau ist wollten wir so herausfinden, wo genau die Spur lang ging. Milka zeigte ein sehr ähnliches Verhalten wie Feline. Sie mussten wir sogar davon abhalten, in ihrer Such-Euphorie, direkt den Abhang herunter zu springen. Da für Milka aufgrund der Brombeeren kein Durchkommen war, probierte sie einen Zugang von der anderen Seite zu finden. Auch hier versuchten wir es nochmal mit den Lampen, sahen aber nichts als Brombeergestrüpp.
Wir hatten trotz guter Ausrüstung bei Nacht einfach keine Chance die Hündin zu finden und brachen die Suche vorerst ab.
Heute dann, bei Tag, rückten wir wieder an. Diesmal zusätzlich mit dabei waren Pearly und Cristina. Auch sie sind ein sehr erfahrenes Suchteam und im Einsatz absolute Profis. Inzwischen hatte Cositas Frauchen sogar noch einen besseren Geruchsartikel gefunden: einen Kothaufen.
Pearly machte es den beiden vom Vortag gleich. Auch sie lief nur die kurze Strecke bis zum Abgrund und blieb stehen. Jetzt waren wir 1000%ig sicher.
Michael, der Mann von Suchhundeführerin Mandy, fackelte nicht lange. Er suchte sich eine halbwegs passierbare Strecke den Abgrund herunter: Einen Weg auf dem er die Brombeeren zumindest anfangs noch platt treten konnte. Unten angekommen, war er unter den eineinhalb Meter hohen Brombeeren kaum noch zu sehen. Während wir oben gespannt warteten, hörte Micha ein Rascheln neben sich, tauchte kurz ab und fand schließlich Cosita unter den Brombeeren mit ihrer Leine im Dickicht festhängend. Beim Versuch, sie zu sichern, biss die Hündin mehrfach um sich. Mit speziellen Schutzhandschuhen geschützt, gelang die Sicherung unkompliziert. Aber es ging ja noch den ganzen Abhang wieder hoch.
Erst als alle oben waren, konnten wir aufatmen. Von Frauchen Barbara fiel sämtliche Anspannung ab und machte den Freudentränen platz. Sie konnte es kaum fassen, dass ihr Mädchen gesichert war. Unsere Pearly, souverän wie immer, ließ sich vom Trubel nicht anstecken. Sie genoss ihre Belohnung für den super Job.
In der HAST angekommen, war die Freude übergroß. Es gab so viele Freudentränen…
Cosita wurde versorgt und kurz durchgecheckt. Bis auf ein paar kleine Macken, ist sie unversehrt.
Sie hatte Hunger und Durst und durfte anschließend erstmal in Ruhe schlafen und sich ausruhen.

Vielen Dank an alle MitarbeiterInnen der HAST für euer Vertrauen in uns und unsere Hunde.

Auch wenn sich dieser Bericht wieder wie ein Kindergeburtstag liest, das war es nicht! Ganz und gar nicht!
Wir alle waren ziemlich gefordert, wir Menschen und auch die Hunde. Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber eine gute Ausbildung, sinnvolles, wohl dosiertes Training, viel Motivation und Beharrlichkeit zahlen sich aus. Im Verein sind wir eben wirklich ein gutes Team mit tollen Hunden. 🙂
Ein großer Dank geht an dieser Stelle an meinen Ehemann Michael. Schatz, ich liebe Dich! Wenns drauf ankommt, bist du immer zur Stelle. Ohne dich hätten wir das nicht so unkompliziert gerockt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
Website

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.